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Für LehrerInnen

Checkliste

Sie finden diese Checkliste im Internet unter www.auva-schulmedien.info/checkliste/. Dort können Sie auch Punkte aus eigener Erfahrung anhängen.

  1. Die Klasse ist noch nicht lange beisammen, die Kinder kennen einander noch sehr wenig. Es tauchen kommunikative Probleme auf.
  2. Die Kinder der Klasse stammen aus verschiedenen Kulturkreisen, es entstehen daraus Missverständnisse.
  3. Ein Teil der Kinder ist der deutschen Sprache nicht mächtig genug, um dem Unterricht in allen Punkten folgen zu können. Weiters entstehen sprachliche Barrieren zwischen den Mitgliedern der Klasse.
  4. Die Kinder sind zu wenig an Gesprächsregeln gewöhnt, haben große Probleme mit dem Aufeinanderhören. Es entstehen leicht Streitigkeiten.
  5. Kinder zeigen Verhaltensauffälligkeiten. Dies beeinflusst das Zusammenleben der Kinder negativ.
  6. Kinder versuchen andere zu dominieren, lassen ihren KollegInnen zu wenig Spielraum in den Pausen, übertönen sie im Unterricht. Es entstehen Machtkämpfe oder der Rückzug einiger Kinder bahnt sich an.
  7. Kinder lassen ihre in der Freizeit entstandenen Aggressionen in der Klasse spielen. Das führt zu
    • Streitigkeiten
    • Machtkämpfen
    • Unfällen
    • Verletzungen
    • unerträglichem Klassenklima
  8. Kinder haben häusliche Probleme mit Trennung, Scheidung, Tod eines Familienmitgliedes, Haustiers... und können daher im Augenblick nicht gut genug integriert werden, weil sie sich in sich zurückziehen. Die restliche Klasse weiß nicht, wie sie mit den KollegInnen umgehen sollen, eine Isolierung der betroffenen Kinder ist die Folge.
  9. Manchen Kindern macht Angst zu schaffen, die sie einfach nicht definieren oder auch nur beschreiben können. Ihre Haltung macht sie anfällig für ungewollte Unfälle, ihre Unsicherheit verstärkt diesen Faktor noch.
  10. Lernprobleme einiger SchülerInnen wirken sich auf ihr Verhalten gegenüber anderen Kindern aus. Entweder werden diese Kinder aggressiv und streitsüchtig oder die anderen beginnen sie zu hänseln und zu verspotten.
  11. Zu großer Lernstress (z.B. Neuerarbeitung eines schwierigen mathematischen Stoffes, Buchstabenerarbeitung...) lässt die Kinder schnell ermüden. Sie fühlen sich ausgelaugt und retten sich in Aggressionen oder Teilnahmslosigkeit.
  12. Kinder, die sich Kritik ausgesetzt fühlen, neigen sehr schnell zu Frustreaktionen, die sich in Apathie oder Aggression ausdrücken können. Öfters stellen sie sich auch selbst in die Außenseiterposition, weil sie mit der Kritik nicht umgehen können.
  13. Manche Kinder haben Störungen der Motorik, die sie schnell zu den verspotteten Außenseitern “Der ist ja ungeschickt!” werden lässt. Dieses Problem ist ziemlich vordringlich, da die Unfallgefahr in der Klasse sich sprunghaft steigert!
  14. Werden SchülerInnen, die nicht an Vorschriften gewöhnt sind, im Unterrichtsgeschehen notwendige Grenzen gesetzt, sind sie damit hoffnungslos überfordert und können schwer mit den Regeln umgehen. Auch hier sind Aggressionen eine ziemlich logische Folgerung.
  15. Die Kinder haben sehr lange Phasen, in denen sie im Unterricht ruhig an ihrem Platz sitzen. Es fehlt an Bewegungsmöglichkeiten während der Stunden. Unruhe entsteht, die später in den Pausen zu eher wildem Verhalten führt.
  16. Die Zeit für kreative Phasen fehlt oft durch zu dicht gedrängtes Programm, das schließlich auch erfüllt werden muss. Einige Kinder hätten aber großes Bedürfnis, sich mit kreativen Aktionen ausdrücken zu können. (Offenes Lernen bietet hier Möglichkeiten).
  17. Die Möglichkeiten der Pausengestaltung sind gering. Der Klassenraum ist zu klein, es gibt keine Pausenhalle, keinen Pausenhof. Kinder, die zu lange auf engem Raum miteinander auskommen müssen, reagieren aggressiv. Verletzungen und Unfälle durch wilde Spiele in der Klasse sind eine häufige Folge.
  18. Das Angebot an Spielen und anderen Materialien für die Pause ist gering, den Kindern wird schnell langweilig, sie wissen nichts mit sich anzufangen.
  19. Der Bewegungsdrang der Kinder in den Turnstunden ist extrem hoch, weil die situativen Bedingungen für die Pausen gering sind. Daher werden Regeln im Turnunterricht nicht von allen Kindern angenommen, die Verletzungs- und Unfallgefahr steigt.
  20. Auf Schulausflügen zeigt sich, dass einige Kinder nicht an die Bedingungen eines gemeinsamen Gruppenausflugs gewöhnt sind. Das beginnt bei den Verkehrsregeln und endet beim Verhalten gegenüber den LehrerInnen und den MitschülerInnen. Regeln sind diesen Kindern fremd, sie provozieren gefährliche Situationen.