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Für LehrerInnen

Projekte 1

Sicher fällt jedem Lehrer, jeder Lehrerin noch das eine oder andere Kriterium ein, das speziell auf die eigene Klasse zutrifft.

Was nun, wenn unsere Checklist fertig ist? Wie können wir nun vorgehen?

Zuerst wählen wir den vordringlichsten Punkt und betrachten all die Möglichkeiten, die sich für ein Projekt zum Thema ergeben. Daraus bauen wir einen Projekttag oder eine Projektwoche. Möglichkeiten gibt es hier bestimmt viele.

Einige möchte ich gerne zeigen, bevor wir an spezielle, zu den Themen passende, Arbeit herangehen.

Diese Pausen sind ein Grausen (Thema: Sichere Pausengestaltung)

Auslöser für diese Arbeit war das Problem, dass die Kinder gerne in den Pausenhallen spielen wollten. Dazu mussten aber etliche Gefahrenpunkte erkannt werden, die richtigen Spiele, die möglich waren, gefunden werden.

  • Einstieg ist das Lied aus dem Projekt “Von Streit-und Kampfhähnen” : Diese Pausen sind ein Grausen. Die Kinder hören im Sitzkreis das Lied und werden aufgefordert, sich dazu Gedanken zu machen.
  • An vier Stationen gibt es jetzt die Möglichkeit, etwas für die sichere Pausengestaltung in der Klasse zu überlegen.
    • Male ein Plakat mit den möglichen Gefahrenpunkten in der Klasse.
    • Zeichne Stoppschilder, bringe sie an Gefahrenpunkten an.
    • Macht eine Liste mit Spielsachen, die wir in den Pausen verwenden können. Sie sollen nicht gefährlich sein, welche kannst du also einsetzen?
    • Aus mehreren Leintüchern baust du mit deinen Freunden eine “Wutwand”. (Dazu sind Leintücher, dicke Stopfnadeln, Garn und ein großer Holzrahmen vorbereitet). Diese können Kinder verwenden, um dagegen zu schlagen!
  • Die Kinder entscheiden frei, an welcher Arbeit sie teilnehmen wollen. Gruppen bilden sich, die für weitere Arbeiten in anderen Gegenständen wichtig werden können.
  • In einem Gesprächskreis werden die erarbeiteten Ideen besprochen. Eine Liste mit guten Ideen und wertvollen Spielsachen wird erstellt und in der Klasse aufgehängt.

Der nächste Schritt beschäftigt sich (in der Stufe 3 oder 4) mit Fragen zu den Pausen.

  • Die Kinder erhalten Arbeitsblätter mit Rechenaufgaben. Wie viele Minuten haben wir insgesamt Pause? Welche Pausen müssen wir um wie viele Minuten verkürzen, um eine längere Pause im Hof oder eine Spielpause von 25 Minuten unterzubringen? Können wir eine Bewegungsstunde in der Pausenhalle von 50 Minuten in einer Woche ersparen?
  • Auf anderen Arbeitsblättern sind Situationen aufgelistet, die in der Pause auftreten können. Die Kinder sollen ankreuzen, welche Situationen sie stören.
  • Weitere Arbeitsblätter beschäftigen sich mit verschiedenen Spielangeboten. Hier sollen die Kinder ankreuzen und auflisten, welches ihre Favoriten sind.

Die Arbeitsblätter geben uns neue Impulse. Wir lernen die Interessen der Kinder besser kennen, wir erfahren, wie sie sich ihre Pausen vorstellen. Schaffen wir es, ihre und unsere Interessen zu kombinieren, haben wir Pausen, in denen weniger Unfälle passieren, die die Kinder wirklich entspannen und auf neues Wissen einstimmen!